Immer nah dran

Praktikantentageb├╝cher

Wer sich für die Arbeit in einer Wirtschaftskanzlei interessiert, sollte schon während des Studiums die Möglichkeit nutzen, Praxisluft zu schnuppern. Zu diesem Zweck bieten wir interessierten Studierenden unser sechswöchiges Programm Experience@Linklaters an.

 

Jonas' Tagebuch

Düsseldorf

Hallo! Mein Name ist Jonas, ich studiere Jura im fünften Semester an der Uni Bonn und habe bei Linklaters mein erstes Praktikum machen dürfen.

Für die Wahl meines Praktikums war es mir wichtig, einen vielseitigen Einblick in unterschiedliche Rechtsgebiete zu bekommen, das Ganze bestenfalls mit globalem Bezug. Linklaters ist eine internationale, auf vielen verschiedenen Rechtsgebieten tätige Kanzlei, die hochkarätige Mandanten vertritt. Also genau das, was ich gesucht hatte. Dass mein Weg letztlich zu Linklaters geführt hat, lag zudem an den durchweg positiven Erfahrungsberichten von Kommilitonen sowie am allgemein ausgezeichneten Ruf des Praktikantenprogramms. 

Zugegeben, meine ersten Gedanken an ein Praktikum in einer Großkanzlei: Kaffee kochen, Großraumbüro und Ellenbogenmentalität. So jedenfalls entnimmt man es dem Hörensagen. Trotzdem wollte ich mir einen eigenen Eindruck von der Arbeitswelt einer Großkanzlei machen. Was sollte schon schief gehen? Wer nicht klagt, der nicht gewinnt!

Ich kam also relativ erwartungsoffen hierher, ohne wirklich zu wissen, was auf mich zukommen würde. Angekommen war ich erst mal, naja, überrascht. 

Die Arbeit bei Linklaters wird in Teams ausgeführt. Wir elf Praktikanten wurden jeweils einem Team zugeordnet und haben einen Mentor zur Seite gestellt bekommen. In den folgenden sechs Wochen habe ich jedes Teammitglied kennengelernt, (mandatsbezogene) Aufgaben übernommen und mich aktiv eingebracht. Von wegen Ellenbogenmentalität! Die ist hier genauso wenig anzutreffen wie ein Großraumbüro. Die Arbeitsatmosphäre empfand ich als sehr kollegial, fast schon familiär. 

Neben der Arbeit

Daneben war als Teil des Praktikantenprogramms in den sog. „Breakfast Lectures“ für Abwechslung in fachlicher Hinsicht stets gesorgt: Erfahrene Anwälte stellten uns ihre Rechtsgebiete in spannenden Vorträgen vor, während wir uns zurücklehnen und entspannt frühstücken konnten. Dazu kamen Trainings zur Verbesserung des Legal English und zur Optimierung des Präsentationsstils.

Unter vielen weiteren „Social Events“ wie z. B. der Referendarabend war mein Highlight: die Praktikantentage in Frankfurt. Hierbei kamen wir im Frankfurter Büro mit allen Praktikanten der übrigen Standorte in Deutschland für zwei Tage lang zusammen.

Mein Fazit

Das, was das Praktikum meiner Ansicht nach ausmacht, ist nicht allein die fachliche Seite. Vielmehr ist es die Möglichkeit mit einer Vielzahl verschiedener Juristen in Kontakt treten zu können. Sei es ein Berufseinsteiger aus dem Bereich Kartellrecht & Investitionskontrolle oder ein jahrelang erfahrener Anwalt aus dem Gesellschaftsrecht – alle offenbarten sich nicht nur in fachlicher Hinsicht als ausgezeichnete Anwälte, sondern auch in persönlicher Hinsicht als aufgeschlossene Kollegen, die für alle Fragen offen waren.

Zu den größten „Take-aways“ aus meiner Zeit bei Linklaters gehört vor allem die Motivation für die Zukunft. Denn jetzt weiß ich, welche Möglichkeiten der Beruf des Anwalts im richtigen Umfeld zu bieten hat. 

Zusammenfassend kann ich ein Praktikum bei Linklaters also jedem wärmstens empfehlen, der einmal über den Tellerrand der universitären Ausbildung hinausschauen und sich selbst unter Beweis stellen möchte. Es ist eine einmalige Möglichkeit einen wertvollen Beitrag in einer professionellen Arbeitsatmosphäre zusammen mit hochambitionierten Menschen zu leisten und Kontakte zu knüpfen.

Ich komme später gerne wieder!

P. S.: Der Kaffee schmeckt hier so gut, dass es fast schon schwer ist, den Tag nicht vor der Kaffeemaschine zu verbringen ;-) ! 

 

 

Alexanders Tagebuch

London

Alexander London

Schon als ich im Sommer 2017 mein Praktikum bei Linklaters in Frankfurt am Main absolvierte, hatten mich die Größe, Dynamik und Internationalität der Kanzlei begeistert, sodass es mir schwer fiel, den Erzählungen zu glauben, dass das Headoffice in London noch einmal ganz andere Dimensionen annehmen würde. Als ich einen Anruf von meinem Mentor erhielt, mit der Frage, ob ich an einem Global Summer Students‘ Programme (GSSP) in London interessiert wäre, konnte ich mir folglich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, mir selbst einen Eindruck vom besagten Headoffice zu machen.

Das GSSP ist ein Programm für ehemalige Praktikanten, die von ihrem Mentor nominiert werden können, um zwei Wochen bei Linklaters in London zu verbringen.

In London angekommen wurde mir schnell klar, dass uns nicht zu viel versprochen wurde. Gemeinsam mit fünf ehemaligen Praktikanten aus Deutschland sowie insgesamt 15 weiteren Praktikanten aus Amsterdam, Madrid, Lissabon, Stockholm, Shanghai und Peking wurden wir in London empfangen und waren allesamt überwältigt von der Größe, Ausstattung und der Vielfalt, die wir dort zu Gesicht bekamen. Auch von der Gastfreundschaft insbesondere des HR Teams waren wir sehr beeindruckt, sodass wir uns sehr schnell sehr wohl fühlten.

Das Programm war auch inhaltlich sehr bereichernd. Von Vorträgen zu den Grundlagen des englischen Rechtssystems, über zahlreiche Case Studies zu M&A-Transaktionen und Finanzierungsprojekten bis hin zu Einheiten zur emotionalen Intelligenz und Personal Branding, hatten wir die Möglichkeit sowohl unsere juristischen Fachkenntnissen zu erweitern, als auch ganz praktische und persönliche Erfahrungen zu sammeln. Besonders interessant war dabei, die Perspektive der anderen Praktikanten im Hinblick auf Unterschiede zu ihren Rechtssystemen zu sehen und mit ihnen gemeinsam die Inhalte zu erarbeiten.

In der zweiten Woche wurden wir jeweils einer Abteilung zugeteilt und bekamen dadurch einen Einblick in den Alltag eines Anwalts in London. Ich persönlich durfte dabei im Team Capital Markets (SFG) miterleben, wie eine große Refinanzierung kurz vor dem Pricing stand und folglich auch alle Leitungen heiß brannten. Dass meine Mentorin gerade in einer solchen Phase trotzdem Zeit fand, mich zu betreuen und mir die Einzelheiten zu erklären, war äußerst bemerkenswert.

Die praktische Erfahrung wurde damit abgerundet, dass wir am letzten Tag mit den anderen Praktikanten eine Präsentation halten sollten, bei der wir uns in die Rolle eines Anwalts hineinversetzen durften und dadurch wertvolles Feedback bekamen, wie man vor einem Mandanten aufzutreten hat.

Dank der vielfältigen Abendveranstaltungen, hatten wir auch die Möglichkeit die Stadt London in ihren verschiedenen Facetten zu entdecken. Sei es beim Pizza-Backen im Pizza Express, „Crazy Golf“ oder im Musical Aladin (mein absolutes Highlight) – es wurde uns stets sehr einfach gemacht, unsere Zeit dort zu genießen. Insgesamt sind wir alle unglaublich dankbar, dass wir diese wertvolle Erfahrung machen durften. Die juristischen Inhalte, die  Gespräche mit den verschiedenen Anwälten und den Praktikanten, sowie die verschiedenen Eindrücke, die wir gesammelt haben, werden uns noch sehr lange begleiten, sodass wir jedem, dem sich in Zukunft die Gelegenheit auftut, am GSSP teilzunehmen, nur dringend ans Herz legen können, diese auch wahrzunehmen!